Meng Meng und Jiao Qing sind angekommen

Nach 12stündigem Flug sind die Pandabären gesund und munter gelandet. Foto Zoo Berlin 2017Nach 12stündigem Flug sind die Pandabären gesund und munter gelandet. Foto Zoo Berlin 2017

Nun sind sie endlich da, die beiden sehnsüchtig erwarteten Pandabären aus Fernost. Meng Meng („Träumchen“) und Jiao Qing („Schätzchen“) landeten am Samstagnachmittag nach zwölfstündigem Flug rundum betreut von Pflegern, Tierarzt und Bambus-Vorrat besonders sanft auf dem Flughafen Schönefeld. Ganz großer Bahnhof. Viel Presse und internationale Fernsehteams auf dem Rollfeld, die Feuerwehr begrüsste zünftig mit einer Wasserfontäne und die Piloten schwenkten aus dem Cockpit die chinesische und deutsche Flagge.

Als Empfangskomitee standen Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der chinesische Botschafter Shi Mingde und Zoodirektor Andreas Knieriem bereit.

Zügig werden die Transportboxen mit den beiden Tieren entladen und nach einer kurzen Visite des Veterinärs im Cargo-Center des Flughafens nun erstmalig der erwartungsvollen Öffentlichkeit präsentiert.

Den ganzen Rummel um ihre Person dürfte die beiden Pandas eigentlich auch nicht verwundern, immerhin werden Panda Bären in China wie Popstars verehrt. Und so war auch der Empfang in der neuen Heimat entsprechend enthusiastisch. „Pandas haben in China praktisch den Status eines Nationalschatzes. Ein China ohne Pandas ist schlicht nicht vorstellbar, daher haben Erhalt und Schutz der Tiere höchste Priorität“, erklärte der Botschafter. chinesbotschafterIm Berliner Zoo ist alles bestens vorbereitet. In der neun Millionen teuren, über 5000 qm großen Anlage mit Kletterpark und Berglandschaft, eigener Küche und Klinik wird es ihnen an nichts fehlen.

Bei der ersten Stippvisite in der Cargo-Halle des Flughafens wirken Meng Meng und Jiao Qing trotz des langen Fluges munter und zufrieden. Interessiert äugen sie durch die Gitterstäbe auf das hell entzückte Publikum. Jiao Qing allerdings scheint die intensive Zuwendung durch den Botschafter dann doch etwas zu nerven. Ungnädig äußert er sich urplötzlich mit einem so markerschütternden Schrei, dass alle erschreckt zur Seite springen und unmissverständlich klar wird: Kuscheltiere sind es nicht.

Und auch wenn man sich nicht satt sehen kann, jetzt muss es genug sein. Die Weitgereisten haben endlich Ruhe verdient und so werden die Sichtblenden wieder auf die Boxen geschoben und dann geht es  ab in die neue Heimat. sichtblendetransport

Wie man hört, haben beide Pandas die erste Nacht dort gut verbracht und bis morgens 6 Uhr geschlafen. Vom Jetlag keine Spur. Mit Appetit haben sie auch ihr allererstes Frühstück in Berlin eingenommen. Auf dem Menü standen neben reichlich Bambus auch spezielle Panda-Muffins, nach original chinesischem Rezept zubereitet.

„Die Pandas müssen sich in den kommenden Tagen von ihrer langen Reise erholen und in der neuen Umgebung eingewöhnen“ erklärt der Zoodirektor. Ab dem 6. Juli werden Meng Meng und Jiao Qing dann zu bewundern sein.

Steckbrief: Meng Meng

Foto Zoo Berlin 2017

Foto: Zoo Berlin 2017

Ein rundes Gesicht und eine kurze Schnauze? Das ist eindeutig Panda-Weibchen Meng Meng („Träumchen“)! Die korrekte Aussprache haben die Berliner Tierpfleger auch schon fleißig geübt, sie lautet „Möng Möng“. Die sanftmütige Bärin wurde am 10. Juli 2013 in Chengdu geboren und wiegt ca. 77 kg.

Foto; Zoo Berlin 2017

Foto: Zoo Berlin 2017

 

 

Steckbrief:  Jiao Ping

Das Panda-Männchen Jiao Qing (sprich: Jiao Tsching), was so viel wie „Schätzchen“ bedeutet, ist am 15. Juli 2010 in Chengdu geboren und bringt ganze 108 kg auf die Waage. Er ist nicht nur ziemlich neugierig und schelmisch, sondern gilt – für einen Panda – auch als verhältnismäßig aktiv. Wie es sich für einen echten Panda-Bären gehört, äußert er sich lautstark, sollte der Bambus mal zu lange auf sich warten lassen.

 

Fotos: Ingrid Müller-Mertens

 

 

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