„Ausreden können tödlich sein“ – Darmkrebsvorsorge kein Tabuthema

Mariella Ahrens beim 
Felix Burda Award 2017 im Hotel Adlon. Foto: Felix Burda Stiftung /BrauerPhotos / M.NassMariella Ahrens beim Felix Burda Award 2017 im Hotel Adlon. Foto: Felix Burda Stiftung /BrauerPhotos / M.Nass

Von Klara Berger.

Ein schönes Bild: Schauspielerin Mariella Ahrens ganz in blau und rosa umhüllt. Doch genau betrachtet ist es weniger erfreulich. Denn die Schauspielerin befindet sich gerade in einer riesigen Attrappe des menschlichen Darms, der schon sehr deutliche Symptome für Darmkrebs aufweist. Soweit sollte man es nicht erst kommen lassen. Im frühen Stadium entdeckt, ist die gefährliche Krankheit heute gut zu bekämpfen und daher ist die Information und Bereitschaft zur Vorsorge ein großes Anliegen der Mediziner. Und nicht nur der Mediziner.

Als Felix Burda im Jahr 2001 mit 39 Jahren an Darmkrebs verstarb, gab er seinen Eltern, Verleger Hubert Burda und Christa Maar, einen Auftrag mit auf ihren Weg: Sie sollten in seinem Namen eine Stiftung gründen, die sich dafür einsetzt, dass anderen Menschen sein Schicksal erspart bleibt.

Gastgeberin Christa Maar und Moderaorin Hella von Sinnen. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Gastgeberin Christa Maar und Moderaorin Hella von Sinnen. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Aus diesem Wunsch, über das eigene Leben hinaus anderen helfen zu wollen, entstand die Felix Burda Stiftung, die sich nun seit 15 Jahren mit dem brisanten Thema beschäftigt. Unterstützt durch Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, und Showbusiness, die viel dazu beigetragen haben, dass Darmkrebsprävention kein Tabu-Thema mehr ist.

Nur früh erkannt, ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar. Trotzdem nehmen immer noch viel zu wenig Menschen die Möglichkeit der Vorsorge wahr. Auch hier will die Stiftung mit einer originellen und psychologisch interessanten Werbekampagne unter dem Motto „Ausreden können tödlich sein!“ Aufmerksamkeit wecken und nachdenklich machen.werbung

Als Hommage an ihren Namensgeber zeichnet die Stiftung jährlich herausragende und innovative Leistungen und Projekte zur Darmkrebsvorsorge und Behandlung im Rahmen einer festlichen Gala mit dem Felix Burda Award aus. Und so betraten 320 geladene Gäste am Sonntagabend im Hotel Adlon den Ballsaal durch diesen ungewöhnlichen „Darm-Tunnel“. Für zahlreiche Prominente mehr als ein Pflichttermin.

Erol Sander. Foto: Ingrid Müller-Mertens

Erol Sander. Foto: Ingrid Müller-Mertens

TV-Star Erol Sander ist seit Jahren aktiv bei der Propagierung der Darmkrebsprävention : „Meine Mutter wollte ja, dass ich Arzt werde“, scherzte er, „auch wenn das nicht geklappt hat, kann ich in meinem Beruf fast wie ein Arzt sein und aufklären, über Darmkrebs zum Beispiel.“ Auch bekannte und beliebte Schauspieler wie Wolfgang Stumph, Melanie   Maschke, Sky du Mont oder Moderatorin Verona Pooth engagieren sich seit Jahren. Für Comedian Hella von Sinnen ist die Moderation durch die Preisverleihung in diesem Jahr natürlich“ eine Herzensangelegenheit“.

Auch Schauspielerin Tina Ruland, Fußball-Weltmeister Paul Breitner, Nachrichtensprecher Marc Bator und Moderator Cherno Jobatey waren gekommen. Fernsehköchin Sarah Wiener gab auch gleich Ernährungstipps für eine gesunde Darmflora: „Vollkorn und viel Gemüse.“

Ein besonders berührender Moment der Gala: Schauspielerin Sophia Thomalla überreichte   den „Ehrenfelix“ an den 27-jährigen Darmkrebs-Betroffenen Benni Wollmershäuser aus Schwäbisch Hall, der sich insbesondere durch seine Social Media-Aktivitäten und sein positives Wesen im Internet einen Namen gemacht hat. „Mit Humor gegen Tumor“ ist sein Motto.

Ehrenfelix überreicht von Sophia Thomalla für Benni Wollmershäuser . Foto: Felix Burda Stiftung BrauerPhotos / G.Nitschke

Ehrenfelix von Sophia Thomalla für Benni Wollmershäuser . Foto: Felix Burda Stiftung BrauerPhotos / G.Nitschke

Christa Maar, Gründerin und Vorsitzende der Felix Burda Stiftung freut sich, dass der Felix Burda Award inzwischen zu einem wichtigen Präventionspreis geworden. „Es gibt viele wichtige Themen, aber Darmkrebsvorsorge ist ein besonders lohnendes: Es bewahrt Menschen vor Krankheit, Leid und Tod und das System am Ende auch vor unnötigen Ausgaben. Ich bin sehr froh, dass es inzwischen eine große Unterstützergemeinde gibt, die immer bereit ist, mitzuhelfen und sich einzubringen“. sagte sie in ihrer Begrüßungsrede.

www.felix-burda-award.de

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