Forscher warnt vor Sparer-Enteignung bei Bargeldverbot

500-Euro-Scheine. / Bild: Pixabay500-Euro-Scheine. / Bild: Pixabay

Thorsten Polleit, Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland, sieht in den üblicherweise vorgetragenen Argumenten für eine Einschränkung des Bargeldverkehrs, also die Bekämpfung von Geldwäsche, Drogenkonsum und Terrorismus, lediglich Vorwände. Tatsächlich gehe es um das weltweite Verschuldungsproblem. „Um die Schulden vor allem von Staaten und Banken zu verringern, sollen die Zentralbanken nun eine negative Zinslandschaft erzeugen“.

Wenn negative Zinsen durchgesetzt werden können, gehen dadurch die Bankguthaben der Kunden zurück. Sie tauchen als Bankgewinne bzw. Bankeigenkapital wieder auf. Falls darüber hinaus Kreditgeber auch noch bereit sind, Krediten mit negativen Zinsen zu gewähren, wird dies die Entschuldungswirkung noch verstärken. Diese Effekte gehen zu Lasten der Sparer.

Ohne Bargeld ist die finanzielle Privatsphäre des Bürgers verloren. Die Abschaffung, ja sogar bereits die Einschränkung des Bargeldverkehrs, wirkt notwendigerweise totalitär. Die verbleibenden Freiheitsgrade der Bürger und Unternehmern werden drastisch zugunsten des staatlichen Allmachtstrebens verringert. „In letzter Konsequenz kann der Staat dann sogar bestimmen, wer was wann kaufen darf, und wer wann wohin reisen darf“, so Polleit.

Darüber hinaus verändert sich das Verhalten der Marktteilnehmer in einem negativen Zinsumfeld dramatisch. Sparen und Konsumverzicht lohnen sich nicht mehr. Die Folge ist ein verstärkter Kapitalverzehr, der wiederum zu Lasten zukünftiger Einkommen, Produktion und Beschäftigung geht. So stellen negative Zinsen einen direkten Angriff auf die Marktwirtschaft dar.

Mit der Frage der Bargeldabschaffung offenbart sich das eigentliche, zugrundeliegende Problem: Das Geldmonopol des Staates. Ohne dieses Monopol könnten die Bürger frei entscheiden, welche Geldart sie nutzen möchten und in welcher Form: Bargeld oder Giroguthaben. Nun macht sich der Geldmonopolist auf, den Bürgern ihre einzige Wahlmöglichkeit, die zwischen dem Bargeld des Monopolisten und seinem elektronischen Geld, zu nehmen. Polleit folgert hieraus: „Alle, die die Freiheit des Individuums erhalten beziehungsweise zurückerobern wollen, sind auf eine (Mindest-)Forderung verpflichtet: das staatliche Zwangsgeldmonopol zu beenden.“

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4 Kommentare zu "Forscher warnt vor Sparer-Enteignung bei Bargeldverbot"

  1. Einen Kommentat im Tagesschauforum möchte ich hier wiederholen:

    „Wenn das Bargeld „abgeschafft“ wird, wird wieder ein Stückchen Demokratie „abgeschafft“!

    Unter dem „Deckmäntelchen“ verschiedener angeblichen Vorteile, wird bereits jetzt schon die zukünftige „totale Kontrolle“ der Bürger geübt.

    Und später mal:

    Wenn es nur noch die „Plaste-Karte“ gibt, kann z.B. jeden unliebsamen Bürger der „Geldhahn“ zugedreht werden!

    Schon mal darüber nachgedacht.
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    Ein Beispiel: Ist eine Möglichkeit, die bald Realität werden könnte, FÜR ALLE!

    Wieviel mal wurde James Bond -007- die Kreditkarte gesperrt, weil er nicht „gespurt“ hat.
    —————————————————–
    Das wird im wahren Leben genau so werden/ kommen!“

    Ein anderes Argumente für die Abschaffung sind die Kosten des Bargeldes.
    Wenn wir alles abschaffen würden, was Kosten verursacht, könnten wir den Teppich einsparen, die Farbe an der Wand und den Nachmittagstee. Wir könnten auf Luxusartikel wie Schokolade verzichten und auf Goldohrringe. Der Goldabbau vergiftet zumal die Umwelt und im Anbau der Kakaobohnen in Afrika arbeiten nach einem neuen Stern-Bericht 430.000 Kindersklaven.
    Sicherheit ist auch kein Argument. Französische Hacker erbeuteten 500.000 Euro mit Trojaner und auf anonymen Hackerportalen werden frische Kreditkartennummern in 1000er Paketen für 200 Dollar angeboten.

    Zudem gilt gerade das Netz als Klimakiller. Sein Energieverbrauch wächst exponentiell und soll im Jahre 2020 nach eine Studie der TU Dresden alleine soviel Energie verbrauchen wie 2008 die gesamte Menschheit.

    Das Netz ist die Ursache der neuen Begehrlichkeiten und ich persönlich vermisse sehr den Verweis auf diesen Umstand.

    Summa summarum steckt der Verdacht zur Unregelmäßigkeit schon in der Botschaft derer, die das Bargeld abschaffen wollen. Da könnten wir auch die Wohnung offen stehen lassen und drauf vertrauen, daß niemand einbricht.

  2. Warum hast Du so große Augen?
    Damit ich Dich besser sehen kann!
    Warum hast Du so große Ohren?
    Damit ich Dich besser hören kann!
    Warum hast Du so einen großen Mund?
    Damit ich Dich besser fressen kann!

    Der böse Wolf hat sich als Großmutter verkleidet!

  3. Ist die deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?

    Der Fisch stinkt vom Kopf.

    Das kann man auf der Seite der Kriminalpolizei lesen:

    „Die folgenden Hinweise könnten eine Debatte darüber eröffnen, ob die Deutsche Bank auf dem Weg zu einer Mafia-Organisation ist.“

  4. nicht nur die Deutsche Bank, die HVB, Commerzbank, und alle Landesbanken, die Elite und Politiker sind zusammengenommen 1 Haufen Sondermüll!

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