Kleiner Fritz : Hoffnung am Welt-Eisbär-Tag

Fritz mit seiner Mutter Tonja im Tierpark Berlin. Foto: © 2017 Tierpark BerlinFritz mit seiner Mutter Tonja im Tierpark Berlin. Foto: © 2017 Tierpark Berlin

„Nach Schätzungen der Weltnaturschutzunion IUCN gibt es rund um den Nordpol weltweit 22.000 bis 31.000 wildlebende Eisbären. Sie stuft Eisbären als gefährdete Tierart ein und befürchtet einen Rückgang der Populationen um mindestens 30 Prozent in den nächsten 45 Jahren. Der Welt-Eisbär-Tag am 27.Februar will den Fokus auf die Gefährdung von Eisbären und vielen anderen bedrohten Tierarten richten.

Aber es gibt Hoffnung: Einige tausend Kilometer weiter südlich der Arktis im Tierpark Berlin trainiert Eisbär Fritz seine kleinen Beinchen schon für den ersten großen Ausflug. Von all den Nöten, die der von den Menschen verursachte Klimawandel für die Eisbären mit sich bringt, bekommt der kleine Fritz, geboren am 3. November 2016, derzeit nicht viel mit. Er übt weiter munter das Klettern und holt sich an Mama Tonjas Milchbar zwischendurch eine Stärkung.

Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem wünscht sich, dass Fritz die Besucher außerdem dafür begeistern kann, selbst ihren Teil zur Lösung des Klimaproblems beizutragen: „ Ich hoffe, dass die große Zuneigung, die unserem Fritz entgegen gebracht wird, die Menschen auch zum Nachdenken anregt – nicht nur am Welt-Eisbär-Tag!“ Aktuell ist die junge Familie für die Tierparkgäste nicht zu sehen. Wie auch im natürlichen Lebensraum verlässt die Mutter mit ihrem Jungtier voraussichtliche Ende März die Wurfhöhle. Dann soll das familiengerecht Anwesen für die Familie Eisbär auch fertig sein.

Eisbärenkurator Dr. Florian Sicks ist zufrieden mit dem bisherigen Stand der Bauarbeiten: „Dort, wo die Felsen zu steil oder die Stufen zu hoch sind, haben wir die Anlage mit Kies und Steinen aufgefüllt, nun fehlen nur noch die Schilder, die die Welt der Eisbären in den Tierpark bringen sollen“. Auf einem dieser Schilder wird beispielsweise erklärt, wozu der Eisbär das Eis braucht. Seine Hauptnahrungsquelle, die Ringelrobben, haben bis zu sechs Luftlöcher, in denen sie kurz auftauchen, um zu atmen. Hier hat der Eisbär die Chance, die flinken Tiere zu überraschen. Die stetig steigenden Temperaturen haben aber zur Folge, dass das Eis in der Arktis schmilzt. Ist das Meer nicht mehr zugefroren, ist das Luftholen für die Robben überall möglich und das wird für den hoch spezialisierten Jäger zum großen Problem: Ohne Eis, keine Luftlöcher, ohne Luftlöcher keine Chance auf Futter für den Eisbären.

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